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Kriminalität in Deutschland: Frankfurt wird sicherer

Frankfurt ist endlich nicht mehr Deutschlands „Hauptstadt des Verbrechens“. Diesen zweifelhaften Titel, den Frankfurt für viele Jahre abonniert hatte, muss seit kurzem stattdessen Berlin tragen. Frankfurt belegt in der aktuellsten Kriminalitätsstatistik des Bundes den vierten Platz; die sicherste Stadt Deutschlands ist – wie auch in den Vorjahren – München.

Deutlicher Rückgang bei Straftaten

In den letzten zwei Jahren kam es in Frankfurt tatsächlich zu deutlich weniger Straftaten als in den Jahren zuvor. 2016 wurden „nur noch“ 15.671 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert. Ein signifikanter Rückgang: Im Jahr 2015 waren es schließlich noch 16.550, ein Jahr zuvor sogar knapp 17.000 Straftaten in der Mainmetropole. Insgesamt kann auch das Land Hessen einen Erfolg vorweisen: Nach Baden-Württemberg ist Hessen mittlerweile das zweitsicherste Bundesland in Deutschland.

Strukturelle Besonderheiten in Frankfurt erhöhen Kriminalitätsstatistik

Frankfurt war (selbstverständlich) nie stolz darauf, besonders unsicher zu sein. Tatsächlich gibt es strukturelle Besonderheiten, die die Statistik in Frankfurt verfälschen: Ordnungsamt und Polizei haben immer wieder darauf verwiesen, dass aufgrund der Banken viele internationale Gelddelikte wie Kreditkartenbetrug in Frankfurt registriert würden. Auch am Flughafen würden viele Einreise- oder Zollvergehen registriert, die nur bedingt etwas mit der Stadt zu tun haben.

Umso besser, dass die Kriminalitätsstatistik in Frankfurt nun trotzdem langsam zurück geht. Auf diesem ersten Erfolg ausruhen sollte sich die Stadt jedoch nicht: In Sachen Kriminalitätsbekämpfung scheinen wir von München noch einiges lernen zu können! Trotzdem gibt es – so paradox es auch klingt – für den Moment Grund zur Freude:

„Frankfurt ist nicht mehr Spitzenreiter: Gut so!“

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